Freitag, 29. Mai 2026Redaktion
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Geschäftsleute in einem Besprechungsraum
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Finanzen4 Min. LesezeitJulia Hartmann, Kundenbeziehung

Lieferantenverhandlung im KMU: Hebel jenseits des Preises

Zahlungsziele, Mindestmengen und Service-Level – wie Einkauf und GF gemeinsam bessere Konditionen holen.

Themenwelt: Liquidität & ForderungenEinkaufVerhandlungLiquidität

Preis ist nur ein Hebel

In KMU verhandelt oft die Geschäftsführung persönlich – unter Zeitdruck und ohne Benchmark. Dabei sind Zahlungsziele, Lieferfenster und Qualitätsvereinbarungen mindestens so wertvoll wie ein Prozent Rabatt.

Vorbereitung in 30 Minuten

  • Letzte 12 Monate: Umsatzvolumen mit dem Lieferanten
  • Alternative Anbieter – auch wenn nur theoretisch
  • Interne Schmerzpunkte: Lieferverzug, Reklamationen, Rechnungsfehler
  • Ziel: ein messbares Ergebnis (z. B. Net-45 statt Net-14)

Verhandlungslogik

Führen Sie mit Beziehung und Volumen, nicht mit Drohung. Lieferanten wissen, dass KMU wechseln können – aber sie investieren in Kunden, die planbar bestellen und pünktlich zahlen.

Typische Trade-offs

  • Längeres Zahlungsziel gegen Mindestbestellmenge
  • Festpreis gegen längere Laufzeit
  • Express-Lieferung gegen Jahresrahmenvertrag

Nach der Verhandlung

Dokumentieren Sie Vereinbarungen schriftlich – auch mündliche Zusagen. Ohne Nachweis verliert das Backoffice in sechs Monaten den Überblick.

Zahlungsziel als Hebel

Längeres Zahlungsziel statt nur Preisnachlass verhandeln – verbessert Liquidität ohne Umsatzdruck. Skonto nur nutzen, wenn Cash da ist.

Autor
Julia Hartmann
Kundenbeziehung

Beiträge der KMU-Praxis-Redaktion basieren auf Praxiserfahrung aus Verwaltung, Finanzen und Backoffice im Mittelstand.