Freitag, 29. Mai 2026Redaktion
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Kennzahlen und Steuerung
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Finanzen4 Min. LesezeitThomas Brenner, Finanzen & Controlling

KPIs für die Geschäftsführung: Weniger messen, besser steuern

Fünf Kennzahlen, die in KMU wirklich Entscheidungen verbessern – ohne Dashboard-Overkill.

Themenwelt: Liquidität & ForderungenKPIsControllingLiquidität

Das Anti-Benchmark-Prinzip

KPIs müssen zu Ihrem Geschäftsmodell passen – nicht zu einer Branchenstudie. Fünf Kennzahlen, die Sie wöchentlich oder monatlich kennen, schlagen zwanzig, die niemand liest.

Dashboards scheitern in KMU oft am Nutzen: zu viele Zahlen, keine Entscheidung. Besser: wenige KPIs mit Schwellenwerten und klarer Konsequenz (Ampel, Review, Eskalation).

Fünf Kandidaten für KMU

  • Cash-Puffer in Wochen Fixkosten
  • Überfällige Forderungen (>30 Tage) in Euro und Anzahl
  • Auslastung / Umsatz pro Kopf (je nach Branche)
  • Offene Posten älter als 60 Tage
  • Plan-Ist-Abweichung beim Umsatz (Rolling 3 Monate)

Nicht alle fünf sind für jedes Unternehmen relevant. Dienstleister fokussieren Auslastung; Handel stärker Lager und Forderungen; produzierende KMU zusätzlich Materialdurchlauf.

Rhythmus

Wöchentlich: Liquidität und Forderungen. Monatlich: Umsatz und Auslastung. Quartalsweise: KPI-Set prüfen und streichen, was niemand nutzt.

Umsetzung ohne BI-Tool

Excel oder ein einfaches Sheet reicht: eine Zeile pro Woche, Spalten für die gewählten KPIs. Die GF liest das in zehn Minuten – wichtiger als ein teures Controlling-Tool, das niemand pflegt.

Fazit

Weniger KPIs, fester Rhythmus, klare Schwellen – so wird Steuerung im KMU-Alltag praktikabel.

Weniger ist mehr

Drei KPIs monatlich: überfällige OP in Tagen, Liquidität in Wochen Fixkosten, Umsatz vs. Plan. Mehr Kennzahlen ohne Konsequenz verwässern das Steuerungsgespräch.

Autor
Thomas Brenner
Finanzen & Controlling

Beiträge der KMU-Praxis-Redaktion basieren auf Praxiserfahrung aus Verwaltung, Finanzen und Backoffice im Mittelstand.