Freitag, 29. Mai 2026Redaktion
KMUPraxisBeiträge
Unternehmer am Arbeitsplatz
StockSnap.io · CC0
Prozesse4 Min. LesezeitRedaktion KMU Praxis, Prozesse & Finanzen

Bonitätsprüfung bei Neukunden: pragmatisch statt Bürokratie

Wann eine Auskunft sinnvoll ist – und wie Sie ohne Diskriminierung vorgehen.

Wann prüfen

Bei hohen Einzelaufträgen, langer Projektlaufzeit oder ersten Geschäften mit unbekanntem Partner lohnt sich eine Bonitätsauskunft oder zumindest Referenzen. Bei Kleinbeträgen und Stammkunden mit Historie reicht die eigene OP-Erfahrung.

Fair und dokumentiert

  • Gleiche Kriterien für vergleichbare Fälle
  • Anzahlung oder kürzeres Zahlungsziel statt pauschaler Ablehnung
  • Ergebnis intern notieren – nicht an Dritte weitergeben
  • DSGVO: nur erforderliche Daten, Zweck begrenzen

Nach der Prüfung

Zahlungsziel und Mahnstufen im CRM hinterlegen. Schlechte Bonität heißt nicht automatisch „kein Geschäft“ – sondern angepasste Konditionen.

Fazit

Bonität ist Risikosteuerung, kein Ersatz für klares Mahnwesen und Rechnungsdisziplin.

Kein Ersatz für Vertrag

Bonität ersetzt kein schriftliches Zahlungsziel und keine AGB – beides zusammen reduziert Ausfälle.

Autor
Redaktion KMU Praxis
Prozesse & Finanzen

Beiträge der KMU-Praxis-Redaktion basieren auf Praxiserfahrung aus Verwaltung, Finanzen und Backoffice im Mittelstand.