Bonitätsprüfung bei Neukunden: pragmatisch statt Bürokratie
Wann eine Auskunft sinnvoll ist – und wie Sie ohne Diskriminierung vorgehen.
Wann prüfen
Bei hohen Einzelaufträgen, langer Projektlaufzeit oder ersten Geschäften mit unbekanntem Partner lohnt sich eine Bonitätsauskunft oder zumindest Referenzen. Bei Kleinbeträgen und Stammkunden mit Historie reicht die eigene OP-Erfahrung.
Fair und dokumentiert
- Gleiche Kriterien für vergleichbare Fälle
- Anzahlung oder kürzeres Zahlungsziel statt pauschaler Ablehnung
- Ergebnis intern notieren – nicht an Dritte weitergeben
- DSGVO: nur erforderliche Daten, Zweck begrenzen
Nach der Prüfung
Zahlungsziel und Mahnstufen im CRM hinterlegen. Schlechte Bonität heißt nicht automatisch „kein Geschäft“ – sondern angepasste Konditionen.
Fazit
Bonität ist Risikosteuerung, kein Ersatz für klares Mahnwesen und Rechnungsdisziplin.
Kein Ersatz für Vertrag
Bonität ersetzt kein schriftliches Zahlungsziel und keine AGB – beides zusammen reduziert Ausfälle.
Beiträge der KMU-Praxis-Redaktion basieren auf Praxiserfahrung aus Verwaltung, Finanzen und Backoffice im Mittelstand.
